| Vespa in Deutschland |
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| Geschrieben von Administrator | |
| Dienstag, 1. April 2003 | |
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Daß der Vespa-Roller nur für 2 Tage in Hannover war, wird man der deutschen Lizenznehmerfirma Hoffmann in Lintorf b. Düsseldorf nicht weiter übelnehmen können. Rundfunk und Presse sorgten jedoch dafür, daß vor dem Schaufenster der Rolf'schen Motorradhandlung in Hannover, Goethestraße, die Menschen in dichten Haufen standen. Sie kamen, um die erste direkte Bekanntschaft mit dieser sagenhaften Vespa zu schließen, von der Piaggio in Mailand seit 1945 nicht weniger als 220 000 Stück baute ! Allein mit dieser Produktionsziffer dürfte sich jeder weitere Beweis für Zuverlässigkeit, technische Reife, Zweckmäßigkeit und Beliebtheit erübrigt haben. Daß darüber hinaus ein echter Bedarf bei uns für ein solches Fahrzeug vorhanden ist, steht nicht seit gestern fest. Es ist jedoch erstaunlich, wie lange es gedauert hat, bis die deutsche Industrie diese wirtschaftliche Erkenntnis praktisch auswertete oder genauer gesagt: auszuwerten beginnt. Die Hoffmann-Werke errichteten eigens ein modernes Vespa-Werk, in dem in diesen Wochen die deutsche Produktion anlaufen soll, die vorerst auf 20 000 Stück festgesetzt wurde. Eine leider nur kurze Probefahrt gab Gelegenheit, die Eigenschaften der Vespa kennenzulernen. Diese Eigenschaften verdienen durchweg das Prädikat "Gut" bis "Sehr gut", sofern man sie nicht nur mit den Augen eines Motorradfahrers sieht, sondern unvoreingenommen ihre Besonderheiten und den Zweck, für den sie gedacht ist, berücksichtigt. Das Einzige, was einen Motorradfahrer aber wirklich auf den ersten hundert Metern irritiert, ist der fehlende Knieschluß. Dann hat man sich schon daran gewöhnt, daß jetzt nicht mehr der Knieschluß für das Fahrgefühl verantwortlich gemacht werden kann, sondern die Steißbeingegend. Das zwar ungewohnte, aber sehr gefällige Äussere, die glatten, leicht sauber zu haltenden Flächen, die vielen gut durchdachten technischen Feinheiten, der universelle Verwendungszweck, kurz: das abgerundete Gesamtbild macht die Vespa zu einem Fahrzeug, das in seiner Einmaligkeit und Fortschrittlichkeit sehr schnell seinen Platz im deutschen Verkehr einnehmen wird. Karl Heinz Waßmann Die Vespa versprach eine billige Fortbewegungsmöglichkeit und löste in Deutschland und auch in anderen Ländern eine Begeisterung für Roller aus. Deutschland lag nach dem zweiten Weltkrieg in Schutt und Asche. Es war von den Siegermächten besetzt und in vier Besatzungszonen aufgeteilt worden. Viele Deutsche hatten, besonders wenn es Flüchtlinge waren, ihr gesamtes Hab und Gut verloren und mußten praktisch bei Null anfangen. Autos waren Luxus und auf den deutschen Straßen, die überwiegend schlecht waren, selten zu finden.Als die Vespa nun nach Deutschland kam, wurde sie zunächst belächelt, da Roller in ihrer primitivsten Form auf Rummelplätzen als Fahrattraktion galten, wobei belustigte Besucher mit ihnen auf Rundkursen mehr als rauh umgingen. So hatten die Hoffmann-Werke ab 1950 erst einmal mit dem belächelten "Rummelplatz-Image" zu kämpfen. Daß die Vespa in Deutschland dennoch ein Erfolg wurde, lag erstens an einer großen Werbekampagne Hoffmanns und zweitens an der Fachpresse, die die Vespen in jedem Testbericht in höchsten Tönen lobte. So wurde immer wieder ihr einfacher und unkomplizierter, solider Aufbau beschrieben und gelobt. In der Werbung ging man sogar so weit, daß man schrieb: "So kinderleicht zu bedienen, daß selbst wir Frauen das können !
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| Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 1. April 2008 ) |
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1949 erwarb der deutsche Motorradhersteller Hoffmann aus Lintorf bei Düsseldorf die Lizenz zum Bau des Vespa-Rollers. Hoffmann bekam als Auflage, kein Teil der Vespa zu verändern. Er stellte alle Bauteile selber her, sogar der Motor wurde von der deutschen Firma ILO in Lizenz nachgebaut. Am 14.3.1950 verläßt die erste in Deutschland montierte Hoffmann-Vespa den neu errichteten Betrieb.

Die "Vespa"
Dieses Faltblatt preist die Vespa als Verkehrsmittel für verschiedene Berufsgruppen an - ganz im Sinne der Philosophie "ein Auto auf zwei Rädern".
Und das "Bilderbuch für Unmotorisierte" stellte die technischen Vorzüge der Vespa heraus ... vor allem ihre Unkompliziertheit.
In diesem Jahr bekamen die Messerschmitt-Werke die begehrte Lizenz zum Bau der Vespa. Das Regensburger Tochterwerk erhielt die zerlegten Maschinen direkt aus Italien und baute sie hier in Deutschland zusammen. Sie erhielten ihre Kraftfahrzeugpapiere und wurden per Bahn zu den Kunden geschickt. Später ging man dazu über, selber alle Teile für die Vespa herzustellen (bis auf den Motor, der weiterhin aus Italien kam). Messerschmitt-Vespen erkennt man übrigens an dem Firmenlogo unter dem Vespa-Schriftzug. Die Produktion hielt bis 1963 an.
Eine in indischer Lizenz gefertigte Vespa